Wir sind in erster Linie Paddler. Das Prinzip Leave no trace – hinterlasse keine Spuren gilt für uns nicht nur auf dem Wasser. Eine möglichst nachhaltige Produktion auf Basis nachwachsender Rohstoffe war schon immer ein zentraler Bestandteil unseres Handelns. 

Flachsfasern und Kernmaterialien aus Kork

In unseren Booten verwenden wir Gewebe aus Flachsfasern, die schon seit Jahrhunderten als robuster und leichter Werkstoff dienen. In Faserverbundwerkstoffen hat Leinen oder Flachs viele interessante Eigenschaften: geringes Gewicht, hohe Steifigkeit und gute Dämpfung sind nur einige Eigenschaften, die ihn für den Canadierbau interessant machen. Die Pflanzen werden in Frankreich, Belgien und England angebaut. Außer einem passenden Klima brauchen sie nicht viel. So kommen keine Pestiziede zum Einsatz, und auf Bewässerung wird weitgehend verzichtet. Auch der Energieeinsatz ist verglichen mit Glasfasern etwa 5 mal geringer – im Vergleich zu Carbon sogar 20 mal niedriger. Dazu bindet die Pflanze während ihres Wachstums große Mengen CO2 und hilft so Treibhausgase zu reduzieren.

Für unsere Kernmaterialien verwenden wir einen speziellen Kork aus Portugal. Kork ist die Rinde der Korkeichen. Die Bäume werden etwa alle 10 Jahre geerntet, ohne sie zu beschädigen. Korkwälder dienen als wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Bei den technischen Eigenschaften sind besonders das moderate Gewicht, die guten Dämfungseigenschaften und die Rückstellfähigkeit interessant, die den Kork deutlich robuster und unempfindlich gegen Druck und Stöße macht, als z.B. PU-Schaumkerne. Auch Kork bindet hohe Mengen an CO2 in seinen Zellen. Für unsere Korkmischung kommen größtenteils granulierte Abfälle aus der Flaschenkorkenherstelung zum Einsatz.

Lösemittel-, Styrol, MMA und Isocyanatfreie Harze

Wir verwenden ausschließlich moderne, hochfeste Harzsysteme ohne flüchtige Lösemittel, MMA, Isocyanate, Styrol und andere hochproblematische Chemikalien.

Abfallvermeidung und reduzierter Energie- und Wassereinsatz

Durch optimierte Prozesse wie z.B. die Infrarot-Warmhärtung können wir auf große Öfen verzichten und kommen mit vergleichsweise wenig Energie aus. Auch der Wassereinsatz in der Produktion liegt bei einem Bruchteil dessen was eine Privatperson in ihrem Alltag benötigt. Schließlich arbeiten wir seit langem daran möglichst viele Einweghilfsmittel in der Produktion zu ersetzten, beispielsweise durch die Konstruktion und Entwicklung von mehrfach verwendbaren Silikonhauben.

 

 

Interessanter Dokumentationsfilm über die Produktion und Verwendung von Flachsfasern

(Französisch, Englische Untertitel)

BE LINEN MOVIE 2 IN ENGLISH from Linen and hemp community on Vimeo.