So mancher denkt sich vielleicht : „Schon lange kein Blog-Eintrag über den Felicity mehr. Gibt`s Probleme?“

In der Tat gab es ein paar Schwierigkeiten bei der Fertigstellung des Urmodells für den Felicity. Gerade als wir das abschließende Coating aufgetragen hatten fielen die Temperaturen - und weil es die Tage zuvor immer warm genug in der Werkstatt war hatten wir uns das Heizen gespart. Somit konnte die Beschichtung nicht richtig aushärten und bis wir es bemerkt hatten waren dicke, hässliche Läufer entstanden. In der Folge mussten wir alles wieder runterschleifen und neu beschichten. Da hilft alles Fluchen nichts. Die Oberfläche des Urmodells ist immer heikel. Man darf hier keine Kompromisse eingehen. Fehler sieht man später auf jedem einzelnen Boot. Also nehmen wir uns eben die Zeit die nötig ist. Dadurch liegen wir allerdings fast zwei Wochen hinter dem Zeitplan.

Weil gerade alles so gut läuft, haben wir vor ein paar Tagen auch noch erfahren, dass wir die aufwändigen Einbauteile für den Prototypen doch nicht rechtzeitig maßgefertigt bekommen, und diese nun ebenfalls selbst anfertigen müssen. Dazu ist noch der Bau von zwei Pressformen nötig. Allerdings sollte sich das an zwei bis drei Tagen machen lassen. Das Gute daran ist, dass wir so noch Optimierungen in letzter Minute vornehmen können, falls etwas nicht passen sollte.

Eine gewisse Chance unseren Zieltermin, das Kringelfieber, zu halten besteht immer noch, wenn wir es schaffen den kompletten Formenbau innerhalb der nächsten zwei Wochen fertig zu stellen. Zu unserem Glück sind mittlerweile fast alle Materialien eingetrudelt und warten darauf zu einem wunderschönen Canoe geformt zu werden. 

Also drückt uns alle verfügbaren Daumen - wir können es brauchen!

Sebastian